FAQs

Auszug aus "Keine Angst vor der Freimaurerei!"

100 Fragen und der Versuch, darauf Antworten zu geben
(veröffentlicht unter:  http://www.internetloge.de/arst/faq100.htm)

Aus den oben erwähnten 100 Fragen haben wir einige uns wichtig erscheinende ausgesucht und die Antworten gemäß obiger Herausgeber angefügt:

1. Was ist Freimaurerei?

Die Freimaurerei ist eine international verbreitete Vereinigung, die unter Achtung der Würde des Menschen für Toleranz, freie Entwicklung der Persönlichkeit, Brüderlichkeit und allgemeine Menschenliebe eintritt. Sie geht davon aus, daß menschliche Konflikte ohne zerstörerische Folgen ausgetragen werden können. Voraussetzung dafür ist die Herstellung eines Vertrauensverhältnisses zwischen den Menschen unterschiedlicher Überzeugungen. Die Freimaurerei ist stark auf den einzelnen Menschen ausgerichtet und bemüht, ihn sittlich zu vervollkommnen. (Helmut Reinalter in "Die Freimaurer", ISBN 3-406-44733-3)

Auf diese Frage gibt es mehrere Millionen Antworten, da jeder Freimaurer auf der Welt eine andere Definition geben kann. Da die Freimaurerei nicht dogmatisch ist, gibt es keine verbindliche Erklärung. Allerdings haben alle Freimaurer eine gemeinsame Lebensanschauung, so daß die Antworten ähnlich ausfallen werden. Eine oft gebrauchte, alte englische Definition ist:


Was ist Freimaurerei? Daheim ist sie Güte,
im Geschäft ist sie Ehrlichkeit,
in Gesellschaft ist sie Höflichkeit,
bei der Arbeit ist sie Anständigkeit!
Für den Unglücklichen ist sie Mitleid,
für den Schwachen ist sie Hilfe,
für den Starken ist sie Vertrauen.
Dem Gesetz gegenüber ist sie Treue,
gegen das Unrecht ist sie Widerstand.
Beim Reuigen ist sie Verzeihen,
für den Glücklichen ist sie Mitfreude.
Vor Gott ist sie Ehrfurcht und Liebe.


Lessing antwortet in "Ernst und Falk"

Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches, sondern etwas Notwendiges, das im Wesen der Menschen und in der bürgerlichen Gesellschaft gegründet ist.

Die Schweizer Großloge "Alpina," antwortet:

Der Zweck des Freimaurerbundes ist die Erziehung seiner Mitglieder zum wahren Menschentum. Die Mittel hierzu sind die Übung der von den mittelalterlichen Bauhütten übernommenen symbolischen Gebräuche, die gegenseitige Belehrung über die wichtigen Angelegenheiten der Menschheit, die Pflege des Idealen und Anregung zu wahrer Freundschaft und Bruderliebe. Jeder soll diese Grundsätze außerhalb der Loge verbreiten, die Aufklärung nach Kräften fördern und der Intoleranz entgegentreten. In der Loge werden die Mitglieder durch gemeinsames Erleben von Symbol und Ritual zur Selbsterziehung angeregt. Durch Eintreten für die Würde des Menschen und Pflege der Brüderlichkeit und durch Übung der Wohltätigkeit versuchen die Freimaurer, die Ideale der Humanität zu verwirklichen.

In der Erzählung "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint Exupéry versinnbildlichen sich eine ganze Reihe freimaurerischer Eigenschaften, beispielsweise: Nachdenklichkeit / Idealismus / Achtung vor der Natur in Form von Pflanzen (Rose) und Tieren (Fuchs) / Freundschaft / Nächstenliebe / Demut vor dem unendlichen Kosmos.

In einem Satz kann man auf die Frage, was Freimaurerei ist, antworten:
Die Freimaurerei hilft mit, daß jeder Bruder ein ausgeglichener Mensch und damit die Welt ein wenig menschlicher wird.

2. Welche großen Ideen stehen hinter der Freimaurerei?

Die Freimaurerei ist ein Kind der Aufklärung und versucht, dem Menschen mit Hilfe der Vernunft zum "Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit' (Immanuel Kant) zu verhelfen. Die Aufklärung versucht, den Erkenntnisprozeß zu befreien: von überkommenen Vorurteilen, Traditionen, Konventionen, Dogmen, Institutionen usw. Die bürgerliche Gesellschaft tritt in den Vordergrund. Die Naturwissenschaft tritt ihren Siegeszug an. Die Unabhängigkeitserklärung der USA und die Ideale der französischen Revolution sind von dem Gedanken der Aufklärung bestimmt. Noch heute streben wir nach "Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit".

Die Freimaurer haben viel zur Verbreitung der positiven Ideen der Aufklärung beigetragen. Aber trotz vieler sozialer und humanitärer Reformen, trat auch die Überschätzung menschlichen Intellekts auf, die zum Materialismus, Nihilismus, Atheismus führte.

3. Ist die Freimaurerei dogmatisch?
Die Freimaurerei ist ganz undogmatisch angelegt. Sie erstrebt eine Lebenshaltung, die durch kein Gesetz und durch keine detaillierten Regeln festgehalten wird. Trotzdem ist der Freimaurer bestrebt, nach bestimmten ethischen Grundsätzen zu denken, zu leben und zu handeln.

4. Welches ist das Markenzeichen der Freimaurerei?
Die Toleranz ist die hervorstechenste Eigenschaft, nach der jeder Freimaurer streben soll. Durch die Wirkung des Rituals entwickelt er sich zu einem Menschen, der im Anderssein anderer Menschen etwas Naturnotwendiges sieht. Gerade in der Vielfalt der Erscheinungen und Ideen und in den unterschiedlichen Kulturen sieht er den Reichtum des Lebens begründet. Toleranz bildet die Basis seines Handelns, wie sie auch die Grundlage für Freiheit und Gleichheit ist. Deshalb können beispielsweise Schwarzafrikaner, Chinesen, Juden oder Mohammedaner ebenfalls Freimaurer werden.

Freimaurer halten zwar die Toleranz für eine der höchsten Tugenden, wissen jedoch, daß sie dort Grenzen hat, wo sie zur Gleichgültigkeit gegen intolerante ausartet.

5. Ist die Freimaurerei eine Philosophie?
Die Freimaurerei ist kein philosophisches System, sondern ein humanitäres Verhaltensmuster für eine menschliche Gesellschaft. Ihr Menschenbild ist verbindend, integrierend und ausgleichend angelegt. Allenfalls kann man die Freimaurerei als lebenspraktische Philosophie bezeichnen, denn sie ist keine Wissenschaftliche Methode, sondern ein Formungsversuch, ein Selbstgestaltungsversuch, eine Lebenskunst.

6. Ist die Freimaurerei ein Ethikbund?
Die Lebenskunst der Freimaurer ist ein ethisches Konzept, um den Menschen auf den Weg zur Selbstvervollkommnung zu führen. Diese "Einübungsethik" kommt ohne Dogmen, Vorschriften und Gebote aus und vermittelt durch Übung und ständige Wiederholung in jedem bestimmte Vorstellungen von vorbildlichen Verhaltensweisen. Hierzu bedient sich die Freimaurerei der freimaurerischen Rituale in den sogenannten Tempelarbeiten.

Die mitmenschliche Ethik verkörpert sich symbolisch in der Bindung an den "Allmächtigen Baumeister aller Welten". Diese Einstellung ist unabhängig von jedem individuellen Glaubensbekenntnis und jeder Weltanschauung und sichert ein Zusammenleben ohne störende Elemente. Die Verwirklichung der freimaurerischen Werte in der Gesellschaft geschieht in der Verantwortung jedes einzelnen.

7. Ist die Freimaurerei ein karitatives Unternehmen?
Natürlich nicht! Heute gibt es viele große Organisationen, die sich erfolgreich karitativ und humanitär betätigen. Vor 200 Jahren waren die Freimaurer vielfach die einzigen, die kostenfreie Altenheime betrieben, die Krankenhäuser für Unbemittelte führten usw. Heute wird dort Hilfe geleistet, wo die staatlichen Zuschüsse nicht ausreichen. Als Beispiel sei die kleine Loge Zum Leoparden" in Luckau genannt. Sie unterstützt laufend folgende Projekte: Die Hans-Christian-Andersen-Schule für Mehrfach-Behinderte (z.B. mit der Aufstellung von zwei Fußballtoren) und das Gymnasium Luckau durch die Unterstützung des Jugendaustausches mit Rußland und Polen. - Durch die Kontakte mit den Empfängern hat sich eine Solidarität aller Beteiligten herausgebildet, die den Projekten zugute kommt.

8. Ist die Freimaurerei ein Geheimbund?
In Deutschland war die Freimaurerei niemals ein Geheimbund. Schon der Initiator der ersten deutschen Großloge, Friedrich II. (der Große), war selbst Freimaurer und begünstigte die Bildung neuer Logen. Nur in einigen Ländern war es mitunter notwendig, die Freimaurerei im Verborgenen zu betreiben, da sonst der autoritäre oder absolutistische Souverän Unterdrückungsmaßnahmen ergriffen hätte. - Heute sind alle Logen rechtlich Vereine und melden nach dem deutschen Vereinsrecht ihre Satzungen und den jeweiligen Vorstand dem Amtsgericht, um juristische Personen zu werden.

Die Freimaurerei ist allerdings eine "geschlossene Gesellschaft", die Außenstehenden nicht ungehemmt Einblick in ihre internen Angelegenheiten gewährt. Das eigentliche Geheimnis ist das Miterleben in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter. Dieses Erlebnis kann man kaum beschreiben, noch weniger "verraten".

9. Ist die Freimaurerei eine Religion?

Die Freimaurerei ist weder eine Religion, noch eine Religionsgemeinschaft. Es fehlen ihr sämtliche dafür notwendigen Merkmale:

1740 hatte Friedrich II. auf eine Anfrage geantwortet: "Alle Religionen sind gleich gut, wenn nur die Leute, so sie professieren, ehrliche Leute sind. Und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land peublieren (bewohnt machen), so wollen wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen. Ein jeder kann bei mir glauben, was er will, wenn er nur ehrlich ist."

Die Freimaurerei schreibt keine Religion vor und schließt keine aus. Sie versucht, den Dialog der Religionen zu fördern und hinterfragt Vorurteile. Man kann den Freimaurerbund vielleicht als eine ethische Glaubensgemeinschaft bezeichnen.

10. Ist die Freimaurerei eine Sekte?
Der Freimaurerbund ist keinesfalls eine Sekte (die eigentlich eine Abspaltung von einer Großkirche ist), denn:

11. Ist die Freimaurerei christlich ausgerichtet?
Die Freimaurerei ist zwar in den christlichen Ländern Europas entstanden und baut auf Anschauungen auf, die das Christentum zur Grundlage haben (z.B. Bibel, 10 Gebote, Bergpredigt), ist aber von der rein christlichen Richtung zu einer allgemein-humanitären Anschauung gekommen. Nur eine der fünf Großlogen in Deutschland, die "Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland" (GLLvD), erwartet eine christliche Grundhaltung mit einem Bekenntnis zu Jesus Christus, der als ihr Obermeister bezeichnet wird. Alle anderen Großlogen überlassen es ihren Brüdern, sich einer beliebigen Religionsgemeinschaft oder auch keiner anzuschließen.

12. Welche politische Richtung hat die Freimaurerei?
Der Freimaurerbund enthält sich in fast allen Ländern jeder parteipolitischen Tätigkeit und Stellungnahme. In den Satzungen ist festgelegt, daß es in der Loge keine parteipolitischen Streitgespräche geben darf. Es gibt im Bund Mitglieder aller Parteien. Keiner darf aber für seine parteipolitische Richtung werben oder sie in der. Loge öffentlich herausstellen.

13. Wie ist die deutsche Freimaurerei heute aufgebaut?
In Deutschland bestehen fünf Großlogen:

  1. Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (GL A.F.u.A.M.v.D.)
  2. Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLL FvD)
  3. Große National-Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" (GNML 3WK)
  4. American Canadian Grand Lodge (ACGL)
  5. Grand Lodge of British Freemasons in Germany (GL BFG)

Diese sind unter dem Dach der Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD) zusammengefaßt, die alle Freimaurer in Deutschland nach außen vertritt und sämtliche übergeordneten Belange wahrnimmt. Sie darf aber nicht in Dinge der Lehrart, des Rituals, des Brauchtums und der inneren Ordnung einer der Mitgliedsgroßlogen eingreifen und entscheiden.

Die Loge ist die kleinste Organisationseinheit der Freimaurerei. Alle 2 Jahre (3WK) wird der Meister vom Stuhl in geheimer Wahl von den Mitgliedern gewählt. Er darf zweimal wiedergewählt werden. Die anderen Beamten (Aufseher, Ordner, Schriftführer, Redner, Schatzmeister, Armenpfleger usw.) werden ebenfalls durch Wahl bestimmt.

Jede Loge gehört einer Großloge an. Diese wacht über das Brauchtum und das Ritual. Der Meister vom Stuhl (bei größeren Logen weitere Delegierte) sind stimmberechtigte Mitglieder der Großlogenversammlung (3WK), die einmal jährlich über alles Wesentliche berät, abstimmt und beschließt.

Aus den Großlogen werden die Funktionsträger der VGLvD gewählt. Die Vereinigten Großlogen von Deutschland sind vollständig autark. Sie pflegen mit den Großlogen anderer Länder freundschaftliche Beziehungen. Es werden gegenseitige "Großvertreter" bestimmt, die ähnlich den Botschaftern im diplomatischen Dienst anzusehen sind.

14. Wird ein bestimmter Bildungsgrad erwartet?
Für den Freimaurer ist die Herzensbildung wichtiger als die Schulbildung. Trotzdem sollte ein grundlegendes Interesse bestehen, sich mit alltags-übergreifenden Fragestellungen zu beschäftigen und auseinanderzusetzen sowie Sinn und Ziel des eigenen Handeln zu beleuchten. Es bedarf in der Freimaurerei zweier Fähigkeiten: eines gewissen Abstraktionsvermögens einerseits und eines Einfühlungsvermögens in Symbole und rituelle Handlungen. Man benötigt zum ersten nicht das Abitur, aber es ist hilfreich. Zum zweiten braucht man eine gleichgestimmte, empfindsame Antenne. Wer dabei nicht auf der gleichen Wellenlänge schwingt, wird keine Freude an der Freimaurerei haben.

15. Besteht die Loge aus Wohlhabenden oder Geschäftsleuten?
Leider nein, denn sonst würde es mehr Sponsoren für kulturelle und karitative freimaurerische Vorhaben geben. Gegenwärtig sind die meisten froh, wenn sie feststellen, dass sich ihre Beiträge für die Loge "lohnen". Die meisten Freimaurer stammen heute aus dem "Mittelstand'". Wirklich Wohlhabende bringen im allgemeinen überhaupt keine Zeit mehr für die Freimaurerei auf, denn sie haben kaum noch ein Privatleben. Wer von einer Konferenz zur nächsten Besprechung und Verpflichtung eilt, hat keine Zeit mehr, z.B. über den Sinn des Lebens nachzudenken und mit anderen darüber zu sprechen. Denn die Zeit im Sinne der Freimaurerei zu verwenden, würde keinen einzigen Euro bringen, sondern nur einen inneren Gewinn, den wir anstreben.

16. Warum können in unseren Logen keine Frauen aufgenommen werden?
Zuerst ist dies historisch bedingt, da seit der ersten Satzung von 1723 nur Männer einer regulären Freimaurer-Loge beitreten können. Und dieses damals selbstverständliche Brauchtum wurde bis heute beibehalten. Außerdem ist jede Loge ein demokratischer Verein, der durch Mehrheit etwas anderes bestimmen kann. Alle diesbezüglichen Abstimmungen haben ergeben, dass in den Männerlogen keine Frauen als Mitglieder gewünscht werden. Weiterhin haben sich unsere Gremien (also unsere Großlogen und die Vereinigten Großlogen von Deutschland als höchste deutsche Repräsentanz) dazu bekannt, dass wir bestimmte Regeln einhalten, um "regulär" zu bleiben und mit allen anderen regulären Logen auf der Erde Kontakt haben zu können. Diese Regeln, die Basic Principles", sind von 80 bis 90% aller Großlogen akzeptiert worden. Diese und andere Gründe haben dazu geführt, dass keine Frauen aufgenommen werden.

Selbstverständlich haben sich auch Frauen das freimaurerische Gedankengut erschlossen und können rituell arbeiten. Deshalb hat sich nach 1945 in unserem Land die "Frauen-Großloge von Deutschland" (FGLD) gebildet, die sich guten Zuspruchs erfreut und zur Zeit über 15 Logen und 2 Arbeitskreise verfügt. (Adresse: 10719 Berlin, Emser Str. 12-13. Im Internet: http://www.freimaurerinnen.de) Diese Logen werden im Sinn der männlichen Freimaurerei "nicht anerkannt", andererseits aber akzeptiert.

Darüber hinaus gibt es noch ganz wenige "gemischte Logen", die sowohl Männer wie auch Frauen aufnehmen. Auch diese werden nicht anerkannt. Die brüderliche/ schwesterliche Vertrautheit kann bei dem emotionalen Erlebnis der Tempelarbeit wie auch in internen Gesprächen gestört werden, wenn Männer und Frauen diese in gemischten Logen gemeinsam erleben.

17. Warum war die Freimaurerei im Kommunismus, Faschismus, Stalinismus, DDR-Sozialismus verboten?
Die freimaurerische Gedankenwelt ist jeder Diktatur diametral entgegengesetzt und kann deshalb in allen totalitären Systemen nicht geduldet werden. Das gleiche gilt auch für alle fundamentalistisch-religiös regierten Staaten.

In Deutschland wurden unter dem Nationalsozialismus die Logenhäuser geschlossen und beschlagnahmt, die Freimaurer diskriminiert, verfolgt und ab 1935 verboten. Die Verfolgung durch Diktaturen hat folgende Gründe:

  1. Diktaturen sind streng nationalistisch. Die Freimaurerei unterstützt zwar die Bindung an das Vaterland, ist aber vom Grundsatz her international und weltoffen. Als ideales Leitbild schwebt ihr die Weltbruderkette vor.
  2. Die Freimaurerei achtet die Würde aller Menschen gleich, unabhängig von Hautfarbe, Rasse, Religion, Nationalität, Herkommen.
  3. Diktaturen fordern ein Denken nur in der parteidogmatischen Richtung. Die Freimaurerei fördert das nachdenken, das Bilden einer individuellen Meinung und will den Menschen zur geistigen Freiheit führen.
  4. Die Freimaurerei ebnet den Menschen einen Weg zur eigenständigen Persönlichkeit. Diktaturen brauchen bedingungslos gleichgeschaltete Gefolgsleute.
  5. Die Diktatoren huldigen dem Prinzip: die Partei hat immer recht. Die Freimaurerei ist auf rein demokratischer Grundlage aufgebaut.
  6. Die Freimaurerei betreibt keinen Persönlichkeitskult. Diktaturen verherrlichen einen Führer.
  7. Die Diktatoren haben Humanität und Toleranz als Gefühlsduselei verächtlich gemacht, während die Freimaurer nie ganze Völker als Untermenschen oder Personengruppen als "unwertes Leben" bezeichnen würden.

18. Ist die Freimaurerei eine Volkshochschule?
Bei den zahlreichen Vorträgen, die in der Loge gehalten werden, drängt sich die Frage auf, ob damit etwa der Volkshochschule Konkurrenz gemacht werden soll. Das ist aber keineswegs beabsichtigt. Eine Loge hat kein fest thematisiertes Vortragsprogramm, sondern versucht, aus den verschiedensten Gebieten etwas anzubieten, wobei eindeutig die freimaurerischen Bezüge den Vorrang haben. Dabei müssen natürlich die entsprechenden Vortragenden zur Verfügung stehen. Zunächst aktiviert man dabei die Logenbrüder. Dadurch ergibt sich schon eine Vielfalt von Themen. Aber es werden selbstverständlich auch Vortragende eingeladen, die aus vielen Bereichen kommen können. Auch persönliche Kontakte bergen weitere Möglichkeiten. Und die musikalischen Qualitäten der Brüder haben schon manchen Musikabend zustande gebracht. Die Vielfältigkeit der Themen ist das Wesentliche daran. Denn wir streben über alle aktuellen Themen einen breiten Informationsstand an, der Grundlage unserer Meinungsbildung werden soll. Dies kann man auch als geistiges Forum verstehen. Die Loge setzt sich mit den Fragen unserer Zeit auseinander, und stellt sich damit als geistige und ethische Plattform dar.

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